Zimmerpflanzen, aber digital: In Die Sims 4 im botanischen Kaufrausch

Da kann das Thema noch so absurd sein – der Inhalt wird auf Alltagstauglichkeit unter die Lupe genommen. Vor allem: Was bietet der Baumodus? Und noch viel wichtiger: Wie hoch ist der Pflanzenfaktor?
Nehmen wir nur mal das Star-Wars-Pack „Reise nach Batuu“. Thema? Aber sowas von uninteressant für mich. Aber dann der Baumodus: Metalllampen ohne Ende, komische pflanzenähnliche Wanddekos … Hallo? KAUFEN!
Und so ist es nicht verwunderlich, dass sich in meinem Sims-Account Erweiterungen und Packs befinden, die ich nie wirklich gespielt habe. Heute frage ich mich beispielsweise: Wieso zur Hölle habe ich eigentlich das Pferde-Pack?!
Bisher sträflich von mir vernachlässigt: die relativ junge Rubrik „Maker“. Hier finden sich Kreationen bekannter und weniger bekannter Content-Creator. Jede Menge Kleidungsvarianten, aber eben auch verschiedene thematische Möbel-Sets.
Also dachte ich mir: Schau doch einfach mal durch.
Ein Fehler, so viel sei schon verraten.
Und ich bin ja sowieso eher der Bauer und Einrichter statt der große Gameplay-Spieler. Aber seien wir auch mal ehrlich: Was nützen mir viele schön eingerichtete Häuser, wenn nie ein Sim darin wohnt?
Also geht der Blick erst mal über die Sets mit den verschiedenen Einrichtungsstilen. Hier ein bisschen Hygge, da pastellbunt, bis der Arzt kommt. Hübsche Möbel gehen schließlich immer. Doch ich habe dabei auch immer im Blick, was sich da noch so verbergen könnte …

Nehmen wir beispielsweise das Set … ist das jetzt eigentlich ein Set? Ein Pack? Oder irgendwas anderes?
Jedenfalls haben diese Sachen im Baumodus einen eigenen Bereich namens „Maker“. Also nehmen wir einfach mal das Set „Bescheidene Anfänge“ von Maker:in Syboulette.
Schon auf dem Vorschaubild erkennt man eine Szenerie, deren Möbel direkt aus einer Studentenbude stammen könnten. Und genau das ist offenbar auch die Idee dahinter: Eine Kollektion für Sims, die gerade ihren ersten Mietvertrag unterschrieben haben und entsetzt feststellen, wie teuer so ein Sofa eigentlich ist.
Also werden Möbel zusammengesucht – bei den Eltern, bei Freunden, auf dem Sperrmüll oder bei Wohnungsauflösungen. Und genau so sehen sie auch aus: ein bisschen zusammengewürfelt, ein bisschen gebraucht und trotzdem erstaunlich gemütlich.
Und in meinem Kopf ist sofort diese Stimme zu hören:
„DAS könnte in jeder gemütlichen Wohnung stehen, Ingo!“
Insgesamt 30 Objekte lächeln mich hier an. 15 Farbmöglichkeiten und sechs Holztöne sagen ebenfalls ziemlich deutlich: Passt!
Doch dann sehe ich auf dem Übersichtsbild mit allen Objekten DAS …

Ja. Pflanzen.
Natürlich Pflanzen.
Und zwar nicht nur eine kleine Alibi-Zimmerpflanze, sondern gleich eine ganze Auswahl. Verschiedene Größen, verschiedene Töpfe – und selbstverständlich genau solche Pflanzen, die man in praktisch jede gemütliche Wohnung stellen kann.
Und dabei sind die Pflanzen noch längst nicht alles, was dieses Set zu bieten hat. Auch bei den Möbeln entdecke ich einiges, das sich problemlos in meinen bisherigen Bauprojekten unterbringen ließe.
Schreibtische, Betten, Stühle, Regale, Teppiche, Küchenmöbel – vieles davon wirkt angenehm unaufgeregt und lässt sich kombinieren, ohne dass gleich die komplette Einrichtung nach einem bestimmten Themenpack schreit.
Dann sehe ich den Preis: 4,99 Euro.

Nun ja. Was soll ich sagen? Ich wollte ja nur mal schauen.
Bescheidene Anfänge hat jedenfalls nicht lange gebraucht, um vom interessanten Fund zum ersten Kauf meiner kleinen Maker-Recherche zu werden.
Und genau das werde ich jetzt herausfinden. Denn wenn schon ein einziges Maker-Set reicht, um aus „Ich schau nur mal“ einen Kauf zu machen, sollte man vielleicht doch etwas genauer hinsehen, bevor der nächste Einkaufswagen gefüllt wird.
Willkommen bei meiner neuen Rubrik: „Brauche ich das wirklich?“ Spoiler: Die Antwort lautet erstaunlich oft: Ja.
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